Bei Dividendenfonds geht es um Verlässlichkeit und Anlegerkomfort. Dividendenfonds sind klassische Aktienfonds, die bei der Aktienauswahl ein besonderes Augenmerk auf überdurchschnittlich hohe und/oder steigende Dividendenrenditen legen. In Zeiten niedriger Zinsen gelten dividendenstarke Aktien als Alternative zu Zinspapieren.

1. Gewinnbeteiligung mittels Dividenden – wie funktioniert das?

Die Dividende ist der Teil des Gewinns einer Aktiengesellschaft, der in der Regel einmal im Jahr an die Aktionäre ausgezahlt wird. Das heißt, das Unternehmen beteiligt die Aktionäre in Höhe der Dividende am Gewinn.

2. Was versteht man unter einer Dividendenrendite?

Um die Dividendenrendite zu ermitteln, wird die Dividende, die ein Unternehmen zahlt, durch den Aktienkurs geteilt. Ein Beispiel: Zahlt eine Aktiengesellschaft eine Dividende von 5 Euro pro Aktie bei einem Aktienkurs von 100 Euro, beträgt die Dividendenrendite 5 Prozent.

Dividenden im DAX, in Prozent, ab 2016 Prognose

Quelle: Bloomberg
Stand: 22.11.2016

3. Sind Dividenden die neuen Zinsen?

Die Aussage, Dividenden sind die neuen Zinsen, soll darauf aufmerksam machen, dass in der Eurozone in der anhaltenden Niedrigzinsphase mit den meisten Staatsanleihen wenig Zinsen drin sind und Dividendenrenditen häufig höher ausfallen. Dennoch gibt es natürlich Unterschiede zwischen dividendenstarken Aktien und Zinsanlagen. Zwar bieten Dividendenaktien die Aussicht auf regelmäßige Ausschüttungen, ähnlich den Zinszahlungen. Allerdings können Dividenden jederzeit gekürzt werden oder ausfallen. Dazu besteht immer die Möglichkeit, dass Aktienkurse fallen und Anleger trotz Dividenden einen Verlust erleiden.

DAX: Gesamte Dividendenausschüttungen

Quelle: FactSet, DZ Bank

4. Worin unterscheiden sich dividendenstarke Aktien von Anleihen?

Aktien unterscheiden sich in ihren Risiken grundlegend von Anleihen. Eine Anleihe startet (theoretisch) bei 100 Prozent und endet dort auch wieder. Der Käufer einer Anleihe trägt somit kein oder nur ein sehr geringes Kursrisiko zum Laufzeitende. Anders bei einer Aktie. Ihr Kurs kann erheblich schwanken – und ein herber Kurs-Verlust kann die schönste Dividenden-Rendite schnell zunichte machen. Was für eine Einzelaktie gilt, trifft grundsätzlich auch für mehrere Aktien zu, aus denen sich ein Fonds zusammensetzt.

Ein 40-jähriger Mann, der im Alter 100 Euro pro Monat zusätzlich konsumieren will, muss Monat für Monat 69 Euro in deutschen Staatsanleihen sparen. Noch vor fünfzehn Jahren hätten 24 Euro gereicht. Für Frauen ist die Rate im selben Zeitraum sogar von 26 Euro auf 92 Euro gestiegen.

Quelle: Frankfurt School of Finance, 12.12.2016

5. Muss ein Unternehmen eine Dividende ausschütten?

Es besteht für Unternehmen keine Pflicht, eine Dividende auszuschütten. In Jahren, in denen es nicht gut läuft, kann eine Dividende sinken oder gar ausfallen.

6. Sind Dividenden wichtig für die Kursentwicklung einer Aktie?

Dividenden sind ein sehr wichtiger Renditebringer bei Aktien. Dazu genügt ein einfacher Blick auf den Dax-Performanceindex und den Dax-Kursindex. Der Dax-Performanceindex ist der gängige deutsche Leitindex. Bei ihm werden die Dividenden im Gegensatz zum Kursindex mit einberechnet. Wie wichtig Dividenden für die Entwicklung von Aktien sind, man beispielsweise daran, dass der Performanceindex deutlich über seinem kleinen Bruder, dem Kursindex, notiert.

7. Welche Aktien kommen in einen Dividendenfonds?

Die Höhe einer Dividenden-Rendite ist nur ein Kriterium dafür, ob eine Aktie in einen Dividendenfonds aufgenommen wird. Wichtig ist auch, ob die Dividenden aus dem Gewinn bezahlt werden können, oder ob dafür die Substanz eines Unternehmens angegriffen werden muss. Eine hohe Dividendenrendite kann auch ein Zeichen für eine bevorstehende Krise eines Unternehmens sein. Je regelmäßiger die Ausschüttungen, desto weniger Schwankungen gibt es tendenziell in einem Dividendenfonds.

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