Wer ertappte sich nicht schon dabei am Schreibtisch oder an der Werkbank diesem Tagtraum nachzuhängen: Hach, wie schön wäre es „in Rente“ zu sein. Nicht aufstehen müssen. Kein Chef, der nörgelt, keine Zwänge. Doch woher soll das Geld für den schönen Lebensabend kommen?

 

Am schlimmsten ist es im Herbst und Winter: Die Tage werden kürzer und der tägliche Nieselregen hält länger an. Immer schwerer fällt es nach dem Weckerklingeln aus dem Bett zu kommen. Die Dunkelheit am Morgen und die Gewissheit, dass es am Abend, nach Dienstschluss, auch wieder zappenduster sein wird, liegen bleischwer auf der Zudecke. Nur noch einmal umdrehen, sich in der Wärme aalen, auftanken für den Tag … aber da ist es schon wieder, das fiese Klingeln … jetzt … muss … es … sein. Die Arbeit ruft! Wie viele Jahre noch bis zur Rente? Lieber nicht darüber nachdenken. Ginge es vielleicht auch früher? Aber wie dann über die Runden kommen?

 

Sinkendes Rentenniveau

Die staatliche Rente reicht bei vielen schon so nicht. Allein deshalb, weil das sogenannte Rentenniveau, also der durchschnittliche Abstand zwischen der Standardrente eines Durchschnittsverdieners nach 45 Beitragsjahren und dem aktuellen Durchschnittsverdienst, in den vergangenen Jahren beständig gesunken ist. Lag es zur Jahrtausendwende noch bei 52,9 Prozent, betrug es 2016 nur noch 47,9 Prozent. Bis zum Jahr 2020 könnte es auf 46 Prozent und bis 2030 sogar auf 44,3 Prozent sinken, schätzt die Deutsche Rentenversicherung. Woran liegt das? Die Zahl der Rentenbezieher wird sich in den kommenden Jahren im Verhältnis zu den Beitragszahlern weiter erhöhen. Um die Rente langfristig zu sichern, wurden die Rentenformel deshalb um einen Nachhaltigkeitsfaktor und einen Beitragssatzfaktor ergänzt. Letztlich heißt das: weniger staatliche Rente.

 

Die staatliche Rente ist sicher, aber nicht üppig

Im Jahr 2017 liegt die Regelaltersgrenze bei 65 Jahren und sechs Monaten. Seit 2012 steigt sie an. 2031 wird sie 67 Jahre erreicht haben. Wer 40 Beitragsjahre eingezahlt und durchschnittlich verdient hat, bekam 2016 eine Standardrente von 14.367 Euro (netto). Ohne Abschläge mit 63 in Rente gehen kann, wer mindestens 45 Jahre eingezahlt hat. Für einen Mann, Jahrgang 1970, ist 2037 Rentenbeginn oder mit einem Abschlag von 14,4 Prozent bereits 2033, wenn er zuvor mindestens 35 Jahre Beiträge gezahlt hat. Ergo: Auch wer viele Jahre eingezahlt hat, bekommt im Durchschnitt keine üppig staatliche Rente.

 

Privat vorsorgen

Die Politik hat auf die oft maue staatliche Rente reagiert und fördert, als zusätzliche Säule zur Altersvorsorge, über die Basisrente (Steuervorteile) oder die Riester-Rente (Zuschüsse oder Steuervorteile) die freiwillige private Vorsorge. Bei diesen Vorsorgearten wird individuell Geld angespart (im Gegensatz zum Umlageverfahren der staatlichen Rente), das später als Rente zur Auszahlung kommt. Diese Möglichkeiten mit Vorsorgegeschenken vom Staat sollte jeder prüften und nutzen, um gegebenenfalls die Rente später aufzubessern. Davon unabhängig kann jeder zusätzlich noch ungefördert gänzlich privat vorsorgen, etwa über einen Fondssparvertrag bei dem der Sparer Art, Dauer, Höhe und Auszahlungszeitpunkt flexibel selbst festlegen kann. Vorsorge ist aktuell sehr einfach. Sparer müssen nur die vielfältigen Chancen nutzen. Dann verdient die Rente auch wieder ihren Namen und es klappt vielleicht sogar mit dem früheren Einstieg in die Zeit nach der Arbeit.

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