Kindergarten, Einschulung, Abschluss, Hochzeit. Der Takt des Lebens. Irgendwann gehen die eigenen Kinder aus dem Haus und wollen eine eigene Familie gründen. Die Eheschließung steht an. Was kostet so ein Fest eigentlich?

 

Es soll der Tag aller Tage werden, natürlich. Ein noch nie dagewesenes Fest. Blumen, ein bezauberndes Kleid beziehungsweise ein gut sitzender Anzug. Die schönsten Ringe. Die ausgefallenste Location. Der Hochzeitsplaner hat alles perfekt vorbereitet. Die Familie soll rauschend feiern und alle Freunde werden kommen. Tatatataaa … Die Eltern platzen, vor Stolz. Die Braut wird weinen, vor Freude. Wie schön wäre es, wenn nicht all die Kosten ebenfalls Tränen in die Augen treiben würden. Von den Rechnungen wird niemand etwas wissen wollen. Brauteltern eingeschlossen, aber sie sind es häufig, die zur Kasse gebeten werden. Eine Eheschließung geht ins Geld. Besser, darauf vorbereitet zu sein.

 

Was kostet eine Hochzeit?

Die Deutschen lassen sich im Schnitt eine Hochzeit 6000 bis 6500 Euro kosten. Das ist relativ wenig. Die Briten blättern durchschnittlich 27.000 Euro hin. Nicht eingerechnet sind dabei die Kosten für Flitterwochen oder Polterabend. Unter Hochzeitsexperten gelten Durchschnittswerte von 100 Euro pro Gast für Veranstaltungsort, Speisen und Getränke als realistisch (in großen Städten eher 150 Euro). Eingeladen werden im Schnitt 60 Personen, macht 6.000 Euro. Das ist aber nur das halbe Fest. Der gleiche Betrag fällt nochmal für Kleidung, Blumen, Ringe, Live-Band, Kinderunterhaltung und so weiter an. So summieren sich die Kosten auf 12.000 beziehungsweise 18.000 Euro. Puh!

 

Wer soll das bezahlen?

Immerhin gut zwei Drittel der Ehewilligen bezahlen die Hochzeit hauptsächlich aus eigener Tasche. Sie haben selbst etwas dafür zurückgelegt. Bei einem Drittel wird die Zeche zu einem großen Teil von den Eltern der Braut beglichen und bei gut einem Fünftel beteiligen sich auch die Bräutigam-Eltern großzügig. Auch wenn eine Mehrheit den schönsten Tag des Lebens aus dem eigenen Ersparten finanziert, kann es auch als Braut- oder Bräutigam-Eltern ratsam sein, für das Fest der Feste ein Geld-Polster anzulegen, besonders wenn es in der Familie mehrere heiratswillige Kinder gibt.

 

Inflation nicht vergessen

Wer ganz früh mit dem Sparen für die große Feier anfängt, tut sich natürlich leichter, da noch viel Zeit bleibt und Zins und Zinseszins wirken können. Angenommen für eine finanzielle Beteiligung an zwei Hochzeiten in 25 Jahren sollen 20.000 Euro gespart werden. Zunächst sollten die Eltern davon ausgehen, dass dann nicht 20.000 Euro, sondern knapp 33.000 Euro gebraucht werden, durchschnittlich zwei Prozent Inflation pro Jahr unterstellt. Um diesen Betrag zu erhalten, müssten bei einer Verzinsung von vier Prozent, bei Wiederanlage der Zinsen (Zinseszins), pro Monat 25 Jahre lang knapp 65 Euro zurückgelegt werden, um später rauschend Feiern zu können (und zur Not lässt sich das Geld dann auch noch für andere schöne Dinge des Lebens verwenden, sollte es mit der oder den Hochzeiten nichts werden).

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