Wer an der Börse nur auf eine Aktie setzt, geht ein hohes Risiko ein. Fällt diese (eine) Aktie, kann das eingesetzte Geld verloren sein. Zu diversifizieren, also das Risiko zu streuen, ist deshalb eine der wichtigsten Regeln an den Finanzmärkten. Praktisch sollte sich daher immer eine gezielte Auswahl mehrerer Aktien im Depot finden und nicht nur ein Titel. Die möglichen Verluste der einen Aktie können so durch Gewinne einer anderen ausgeglichen werden. Genau hier setzen Aktienfonds an.

1. Was macht ein Aktienfonds?

Ein Aktienfonds investiert in eine Vielzahl von Aktien entsprechend den Vorgaben des Fonds: deutsche Standardwerte, europäische Nebenwerte oder internationale Titel, je nachdem, wie der Fonds ausgerichtet ist, wählt der Fondsmanager die Aktien aus. Der Job des Fondsmanagers ist es zudem informiert zu sein, Unternehmensnachrichten zu verfolgen, zu bewerten oder Aktionärsversammlungen zu besuchen und dort die Interessen der Anteilseigner wahrzunehmen. Er ist es, der Chancen und Risiken von Aktien und Branchen gegeneinander abwägt und entscheidet, ob es ein Titel in den Fonds schafft – und später, ob die Aktie gehalten oder wieder verkauft wird.

2. Was sind die Vorteile eines Aktienfonds für Anleger?

Anleger müssen sich keine Gedanken darüber machen, ob es an der Zeit ist, Aktien zu verkaufen oder nachzukaufen. Das übernimmt der Aktien-Fondsmanager für ihn. Der Anleger kann sich zurücklehnen und abwarten. Dabei gilt, wie die Aktie ist auch der Aktienfonds nicht als kurzfristiges Investment geeignet Je länger ein Aktienfonds gehalten wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass zwischenzeitliche Verluste wieder wettgemacht werden können.

3. Muss ein Aktienfonds-Anleger viel von Börse verstehen?

Wer hat als Sparer schon Zeit und Lust, sich durch nicht gerade unterhaltsame Geschäftsberichte und Branchenanalysen zu lesen, um einen guten Überblick über die Situation zu erhalten? Allein beim deutschen Leitindex Dax hieße das, 30 Jahresabschlüsse durchackern – und vielleicht noch ein paar Hauptversammlungen besuchen. Schließlich geht es um das eigene Ersparte – da macht keiner gerne Fehler, zumal nicht solche, die womöglich das angelegte Geld empfindlich schmälern. Keine Sorge, auch diese Aufgaben übernimmt der Fondsmanager. Um im Zug zu fahren, muss keiner Lokomotivführer sein.

4. Was passiert mit den Dividenden in einem Aktienfonds?

Aktienfonds-Anleger profitieren selbstverständlich von den Dividenden-Ausschüttungen der Unternehmen. Die Dividende ist der Teil des Gewinns, den die Unternehmen an ihre Aktionäre ausschütten. Sie wird entsprechend den gehaltenen Fondsanteilen exakt zugerechnet. Bei einem thesaurierenden Fonds werden die ausgeschütteten Dividenden direkt wieder angelegt.

10 % aller Boomphsen an den Aktienmärkten entwickelten sich seit 1900 zu Basen. In 90 Prozent der Fälle gab es keine starken Kurseinbrüche.

1William N. Goetzmann: „Bubble Investing: Learning from History“, erschienen in: David Chambers, Elroy Dimson: „Financial market history. Reflections on the past for investors today“; Stand: 12/2016

Was sind Rentenfonds?

In aller Regel haben diese Wertpapiere einen festen Zinssatz (Kupon) und eine bestimmte Laufzeit. Während der Laufzeit werden Zinsen gezahlt und am Ende wird die Anleihe zurückgezahlt (getilgt).

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